Damit Sie keine unangenehmen Überraschungen erleben und um Probleme zu vermeiden, sollten Sie auf folgendes achten, wenn Sie im Internet einkaufen:

  • Recherchen auf Suchmaschinen und Internetforen sollten vor allem positive Erfahrungsberichte über den Onlinehändler hervorbringen.
  • Auf der Internetseite des Verkäufers sollten Telefonnummer und E-Mailadresse, sowie eine postalische Adresse schnell und einfach zu finden sein.
  • Wählen Sie eine sichere Zahlungsweise, z. B. Zahlungskarte. Versuchen Sie Zahlungen über Anbieter von Bargeldtransfers zwischen Privatpersonen zu vermeiden. Diese Zahlungsmethode empfiehlt sich nur, wenn die beteiligten Parteien persönlich gut bekannt sind.

ei Verträgen, die online mit einem in der Europäischen Union ansässigen Gewerbetreibenden geschlossen werden, hat der Verbraucher mehrere Rechte:
Informationspflicht des Unternehmens

Das Unternehmen ist verpflichtet, Verbrauchern vorab zahlreiche Informationen zur Verfügung zu stellen:

  • seine Identität und Postadresse (die Angabe einer E-Mailadresse allein ist nicht ausreichend),
  • die wesentlichen Merkmale der Ware oder Dienstleistung, die Gültigkeitsdauer befristeter Angebote, insbesondere hinsichtlich des Preises,
  • den Gesamtpreis der Ware oder Dienstleistung einschließlich aller damit verbundener Preisbestandteile und Steuern
  • eventuelle Lieferkosten
  • die Einzelheiten hinsichtlich der Zahlung und der Lieferung oder Erfüllung (bspw. Zahlungsmodalitäten, Folgen einer Schlecht- bzw. Nichtleistung seitens des Unternehmers)
  • das Bestehen oder Nichtbestehen eines Widerrufsrechts sowie die Bedingungen, Einzelheiten und Rechtsfolgen der Ausübung (Widerrufsfrist, Rückgewährung bereits erbrachter Leistungen etc.). Weiterhin sind diese Informationen dem Verbraucher, je nach Vertragsgegenstand spätestens bei Lieferung der Ware oder Erbringung der Dienstleistung, nochmals in Textform (E-Mail, Brief, Fax) zur Verfügung zu stellen.

Widerrufsrecht des Verbrauchers

Im Fernabsatz steht dem Verbraucher ein Widerrufsrecht zu. Der Widerruf kann ohne Angabe von Gründen und ohne besondere Kosten innerhalb einer Frist von EU-weit mindestens 14 Tagen erfolgen. Auch in Luxemburg beträgt die Widerrufsfrist für Fernabsatzverträge 14 Tage.
Die Widerrufsfrist beginnt, prinzipiell, für Dienstleistungen bei Vertragsschluss und für Waren mit Lieferung der Ware.

Der Unternehmer muss über den Widerruf informiert werden (in Textform) und ist Ihnen zur Erstattung des Kaufpreises
verpflichtet.
Vorsicht: Es gibt einige Ausnahmen vom Widerrufsrecht

Erbringung der Leistung

Die europäische Gesetzgebung sieht vor, dass der Unternehmer die bestellte Leistung innerhalb einer Frist von 30 Tagen zu erbringen hat, es sei denn, es wurde etwas anderes vereinbart. Wird die Bestellung nicht innerhalb dieser Frist geliefert, kontaktieren Sie den Unternehmer schriftlich und fordern Sie Ihn auf, innerhalb kürzester Zeit zu liefern oder Ihnen Ihr Geld zu erstatten.

Gesetzliche Gewährleistung

Im Fernabsatz besitzen Sie hinsichtlich der gesetzlichen Gewährleistung dieselben Rechte wie bei einem gewöhnlichen Kauf im Geschäft.

Sollte die Ware mangelhaft sein (bspw. durch einen Defekt), so haben Sie ein Recht auf Reparatur, Austausch oder aber, sollte dies unmöglich sein, auf Kaufpreiserstattung oder Kaufpreisminderung. Die gesetzliche Gewährleistungsfrist hierfür beträgt 2 Jahre. Hierbei ist jedoch zu beachten, dass das Gewährleistungsrecht nur anwendbar ist, wenn der Mangel bereits bei Gefahrübergang (also bei Lieferung oder Übergabe der Sache) vorhanden war. Dies wird innerhalb der ersten 6 Monate der zweijährigen Gewährleistungsfrist vermutet. Nach Ablauf dieser Frist muss der Verbraucher
beweisen, dass die Ursache des Mangels bereits zu Beginn vorlag, um die Gewährleistungsrechte in Anspruch nehmen zu können. Geregelt ist das Gewährleistungsrecht durch die Richtlinie 1999/44/EG sowie durch die Artikel L.212-1 ff. des luxemburgischen Verbrauchergesetzes.